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Homeoffice mit Kind – Teil 2

Homeoffice mit Kind – Teil 2

Wir sind als Techies auf mobile Arbeitsplätze und Lösungen in der Virtualisierung spezialisiert. Von zu Hause aus sicher und vollwertig zu arbeiten ist also keine Herausforderung. Von zu Hause mit Kindern zu arbeiten, allerdings schon. 

In den letzten Wochen haben wir die Erfahrungen einiger unserer Kollegen gesammelt und in einer vierteiligen Serie zusammengefasst.


Homeoffice ist nicht gleich Homeoffice

Seitdem ich bei Provectus bin, habe ich das Glück, bis zu vier Tage in der Woche von zu Hause arbeiten zu können. Das Arbeiten in räumlich verteilten Teams habe ich bereits davor praktiziert. Sei es aufgrund verteilter Projektteams oder durch die Vorgaben zur Arbeitnehmerüberlassung. Kurz gesagt, eine Herausforderung ist das Homeoffice für mich schon lange nicht mehr. Zumindest dachte ich das.

Ohne Oma – schwierig, aber machbar

Mit der Schließung der KiTa kam die erste Veränderung auf uns zu. Diese war jedoch kein Problem, denn eine Oma wohnt nur 15 Minuten entfernt. Als dann meine Frau ebenfalls ins Homeoffice geschickt wurde und es hieß, man solle die Kontakte beschränken, war mit der Oma ein wichtiger Teil unseres täglichen Ablaufs weggebrochen. Und so heißt es seitdem jeden Abend:

– Wann hast du morgen Termine? Haben wir beide gleichzeitig Termine?
– Wer betreut wann unsere eineinhalb Jahre alte Tochter?
– Wie wird das Wetter morgen? Können wir morgen viel raus gehen?

Der Wecker klingelt so, dass ich um 7 Uhr anfangen kann zu arbeiten. Oft weckt uns unsere Tochter auch schon etwas früher. In der Früh finden bereits die ersten Termine statt, ich beantworte E-Mails und arbeite an meinen Cloudprojekten. Um 9 oder 11 Uhr wird dann getauscht und ich übernehme unsere Kleine. Der Schichtwechsel bedeutet bei gutem Wetter für mich Frischluft und viel Bewegung. Unsere Tochter und ich gehen dann gemeinsam an den See und in das Wildgehege. Um 11:30 Uhr heißt es dann Mittagessen kochen – und hoffentlich den Geschmack unserer Tochter treffen, sodass sie nicht sofort nach Grießbrei fragt. Dann bringe ich gegen 12 Uhr unsere Tochter zum Mittagsschlaf ins Bett. 

Die Kinder sind im Bett und die Papas online

Und weiter gehen Besprechungen, E-Mails, auch gerne mal ein kurzer Plausch mit den Kollegen in der virtuellen Kaffeeecke, aber natürlich auch die Cloudprojekte weitervoranbringen, bis das Babyphone mich an die nächste Pause erinnert. Die letzte Übergabe erfolgt, wenn meine Frau ihre Arbeit für den Tag erledigt hat.

Spätestens um 17 Uhr ist dann auch für mich vorübergehend Feierabend. Alle noch offenen Themen für den Tag, mache ich, sobald die Kleine schläft – also irgendwann nach 20 Uhr. In Teams sehe ich, dass ich nicht allein bin, einige Kollegen sind ebenfalls oft noch online. So können wir uns auch zu fortgeschrittener Stunde austauschen.

Mehr Bewegung, mehr Zeit, mehr Produktivität

Was nach permanenter Unterbrechung der Arbeit klingt, ist letztlich halb so schlimm. Im Grunde arbeite ich nun in Blöcken von 2-4 Stunden und merke, dass ich sehr gut vorankomme. Vielmehr habe ich sogar festgestellt, dass die Veränderung des Tagesablaufes und die unverrückbaren Pausen sogar gut für meine Gesundheit sind. Im Vergleich zu den Monaten März und April 2019 bin ich durchschnittlich fast 2 Kilometer mehr am Tag gelaufen. Das sagt zumindest die Gesundheitsapp auf meinem Smartphone. Was aber noch viel besser ist, ich habe auch unter der Woche mehr Zeit mit unserer Tochter. 

von Flo

Nach zwei Monaten im Homeoffice mussten wir uns schon deutlich neu organisieren. Besondere Umstände erfordern ein besonderes Verständnis füreinander und miteinander. Wir sehen uns als Provectus-Familie und stärken uns auch hier den Rücken!


Titelbild: SeventyFour | shutterstock.com