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Homeoffice mit Kind – Teil 1

Homeoffice mit Kind – Teil 1

Wir sind uns alle einig, dass Arbeiten und Kinderbetreuung gleichzeitig keine Wunschlösung ist. In der aktuellen Corona-Situation ist dies für viele jedoch nicht anders umzusetzen – auch bei uns bei Provectus nicht. 

Wir sind als Techies auf mobile Arbeitsplätze und Lösungen in der Virtualisierung spezialisiert. Von zu Hause aus sicher und vollwertig zu arbeiten, ist also keine Herausforderung. Von zu Hause mit Kindern zu arbeiten, allerdings schon. 

In den letzten Wochen haben wir die Erfahrungen einiger unserer Kollegen gesammelt und in einer vierteiligen Serie zusammengefasst.

Aber vorneweg: Es ist ok, wenn man an einem Tag mal nicht alles unter einen Hut bekommt. Es ist ok, wenn man doch mal früher Feierabend macht und mit der Familie grillt. Es ist ok, mittags eine Halbzeit lang mit den Kleinsten im Garten Fußball zu spielen. Es ist auch ok, wenn im Meeting mal ein kleiner Zopf durchs Bild flitzt oder Krokodilstränen mit einem kurzen Abstecher auf Papas Schoß verhindert werden. Und es ist auch ok, wenn man mal ein dringendes Kundenmeeting hat und die Tochter dann mal länger als die eigentlich vereinbarten sonntäglichen 15 Minuten Netflix schaut. 


Karriere, Kind & Küche

Selbstverantwortlich als ITler aus dem Home-Office arbeiten? Kein Problem. Konferenzen via Webcam. Kein Problem – wenn nicht plötzlich die ganze Familie Pandemie bedingt zu Hause sitzt und statt einem nun drei Homeoffice-Arbeitsplätze benötigt werden. Da ist das Chaos vorprogrammiert und will beherrscht werden, damit die Produktivität nicht darunter leidet. Allein wenn die Eltern beide beruflich telefonieren wollen, muss man schon Abstriche bei den verfügbaren Räumlichkeiten machen, um gegenseitige Störungen zu minimieren.

Hoch lebe die Schulkantine!

Das bedingt eine Neuorganisation des familiären Zusammenlebens. Die gute Nachricht: Alle können am Morgen länger schlafen, da die üblichen Wegzeiten entfallen und auch die Schule ausnahmsweise erst um 09:00 Uhr beginnt. „Yeah!“

Mehr Aufwand: Nicht nur am Wochenende, auch unter der Woche gibt es keine Ganztagsschule mit Mittagskantine mehr. Die Spülmaschine läuft jetzt jeden Tag und zeugt von der gestiegenen Nutzung der Küche.

Meeting im virtuellen Klassenzimmer

Nachdem die Schule zunächst auf dem klassischen Weg eingescannte Arbeitsblätter als PDF verteilt hat, wurde nun neuerdings auch statt eines fliegenden, ein „virtuelles Klassenzimmer“ eingerichtet. Mein Sohn ist in der vierten Klasse mächtig stolz darauf, jetzt auch dreimal die Woche ein „Meeting“ mit der ganzen Klasse zu haben und auf virtuellen Plattformen seine Aufgaben zu erledigen. Wichtige Erkenntnis: YouTube enthält nicht nur Gaming-Guides!

Auch wenn er mit 10 ½ Jahren schon selbstständig arbeiten kann, die Aufgaben müssen natürlich von uns Eltern kontrolliert werden, die Schule kann dies nur bedingt. Sinnvollerweise führt man deshalb feste Zeiten ein: Schulaufgaben, Kontrolle, Spielzeit, Online-Arbeiten, Essen, Sport. Auch das mussten wir als Aushilfspädagogen aber erst einmal lernen.

Natürlich vermisst Junior seine Schulfreunde, von denen zudem nicht alle einen Laptop mit Webcam besitzen, den Sportverein, das Schwimmtraining. Denn Sport bedeutet aktuell hauptsächlich Schwitzen bei den täglichen Beat Saber Workouts. 

Normal ist etwas anderes, aber wir sind ja lösungsorientiert!

von Jens-Peter

Nach zwei Monaten im Homeoffice mussten wir uns schon deutlich neu organisieren. Besondere Umstände erfordern ein besonderes Verständnis füreinander und miteinander. Wir sehen uns als Provectus-Familie und stärken uns auch hier den Rücken!


Bilder: Rido, SeventyFour | shutterstock.com